Auch in der Interclubsaison 2026 geht der TCO mit zwei Mannschaften an den Start. Aufgrund von Verletzungen und anderen Abwesenheiten sind wir auf jeden einzelnen Spieler angewiesen und bedanken uns ganz herzlich bei allen, die in Notsituationen aushelfen und das Team verstärken.
Neben dem sportlichen Wettkampf stehen bei uns auch im Interclub stets Kameradschaft und Geselligkeit im Fokus. Wir möchten nicht nur erfolgreich spielen, sondern auch neben dem Platz gemeinsam mit dem Team und unseren Gegnern viele schöne Momente erleben und neue Bekanntschaften knüpfen.
Herren 35+ 2. Liga
Team: Adrian, Fabian, Marco, Raj, Sandro, Tom, Tommy
Foto folgt 🙂
Gruppe: 35+ 2L Herren – Gruppe 42
1. Spieltag: TPC Bienne - TC Oensingen 7:2
Sonntag, 03.05.2026
Alles begann wie gewohnt beim Treffpunkt auf dem Parkplatz in Oensingen. Gute Stimmung, volle Taschen – nur eine kleine Irritation: Tommy war nicht da. Auch telefonisch nicht erreichbar. Erste leichte Unruhe machte sich breit… bis wir ihn dann doch gefunden haben: entspannt und bestens gelaunt am Clubhaus. Damit war das Team komplett und die Reise konnte beginnen. Beim TPC Bienne erwartete uns eine wirklich traumhafte Anlage mit 5 Tennis- und 3 Padelplätzen. Schon beim Ankommen war klar: schöner kann ein Auswärtsspiel kaum sein.
Zusätzlich motiviert wurden wir durch eine inspirierende Nachricht unseres heutigen Captains Sandro am Vorabend, die uns das Gefühl gab: Heute ist alles möglich! Auf dem Platz trafen wir dann allerdings auf sehr solide Gegner, die uns schnell gezeigt haben, dass Biel nicht nur eine schöne Anlage hat, sondern auch sportlich überzeugt. Trotzdem wurde gekämpft, geackert und zwischendurch auch sehr ordentlich Tennis gespielt.
Am Ende stand ein 2:7 aus unserer Sicht. Etwas zu deutlich, denn ein paar Matches wären definitiv in unsere Richtung kippbar gewesen. Trotzdem bleibt vor allem hängen: ein richtig schöner Tennistag, viel Teamspass und die Erkenntnis, dass Ergebnis und Stimmung nicht immer dasselbe sind.
Die Einzel
Tom (R4) vs. Marco der Linienputzer (R5) – 4:6 2:6
Am Anfang war es noch „Erfahrung gegen Leidenschaft“, am Ende eher „Erfahrung gegen leichte Verzweiflung“ – spätestens nach dem 24. Linienball wurde klar: Das ist kein Glück, das ist einfach Können. Trotz guter Phasen und ordentlicher Gegenwehr war Tom am Ende gegen den routinierten Gegner leider chancenlos.
Marco (R5) vs. Cristiano der Tennis-Ronaldo (R5) – 6:3 6:4
Wunderbare Technik, blitzschnelle Beine und grosse Leidenschaft zeichneten Cristiano aus – ein Auftritt, der durchaus für Applaus sorgte. Trotzdem hat unser Marco ihn mit seiner Power eindrucksvoll vom Platz gefegt. Als dann immer häufiger italienische Ausdrücke wie „merde“, „Puttana“ und ähnliche Klassiker über die Anlage hallten, wusste auch das Heimteam, dass sich die Partie dem Ende zuneigt und Marcos Power und Präzision am Schluss einfach nichts entgegenzusetzen war.
Sandro (R7) vs. Leif der Mondball (R6) – 0:6 1:6
Jeder neutrale Zuschauer hat sofort gesehen, dass Sandro auf diesem Platz der bessere Tennisspieler war – starker Service und eine beeindruckende Rückhand liessen das Publikum immer wieder staunen. Dass es am Ende trotzdem 0:6, 1:6 hiess, konnte man kaum glauben. Aber Leif war nun mal hartnäckig, unglaublich gut auf den Beinen und nahezu fehlerfrei – und nicht nur im Notfall mit hohen Bällen. Und ganz ehrlich: Wenn die Bälle teilweise mit Schnee bedeckt wieder runterkommen, ist es einfach verdammt schwer, Punkte zu machen.
Vu (R7) vs Stéphane (R6) – 0:6 4:6
Auch wenn Vu in beeindruckender Form war – die letzten Trainings haben es angedeutet – war gegen seinen Gegner an diesem Tag nichts zu holen. Im zweiten Satz konnte er immerhin phasenweise gut mithalten und sich mit dem einen oder anderen sehenswerten Punkt belohnen. Am Ende mussten wir jedoch anerkennen, dass Stéphane heute schlicht zu stark war.
Fabian (R7) vs. Arnaud (R7) – 2:6 2:6
Unser Schüby ist aus privaten Gründen etwas später nach Biel angereist und hatte das zweifelhafte Vergnügen, direkt in eine kostenlose Tennisstunde zu stolpern – leider ohne vorherige Anmeldung und ohne Möglichkeit zur Absage. Unser Kämpfer, der normalerweise am liebsten lange Matches über drei Sätze zelebriert, musste heute relativ schnell einsehen, dass es hier nichts zu holen gibt. Zu abgeklärt, zu präzise und schlicht zu stark war Arnaud, der mit seiner einmaligen Technik das Spiel von Beginn an kontrollierte.
Raj (R7) vs. Nicolas (R7) – 3:6 3:6
Raj konnte seine gute Form aus dem Training definitiv mit ins Match nehmen. Das Spiel war über weite Strecken absolut auf Augenhöhe, und Raj blieb in den engen Momenten stets in Schlagdistanz. Es war eines dieser Matches, bei denen jeder Punkt zählt und sich das Momentum gefühlt alle zwei Ballwechsel dreht. Am Ende hatte Nicolas dann aber doch den entscheidenden Tick mehr Konstanz, und das erhoffte Comeback von Raj blieb leider aus.
Zwischenstand
Trotz 1:5 Zwischenstand waren wir sehr positiv auf die Doppel eingestellt und immer noch topmotiviert hier noch den einen oder anderen Punkt zu holen.
Die Doppel
Sandro / Tom vs. Marco / Cristiano – 2:6 4:6
Auch wenn Tom und Sandro klar das motiviertere Team waren und auch die schöneren Punkte für sich verbuchen konnten, reichte es am Ende gegen das ruhige, unaufgeregte Spiel der Gegner leider nicht ganz. Zwischendurch wurde zwar über die eine oder andere vergebene Chance kurz gehadert, insgesamt war es aber ein sehr gutes und spannendes Doppel, das sich jederzeit in Richtung eines dritten Satzes hätte entwickeln können. Ganz knapp hat es am Ende jedoch nicht gereicht – auch wenn das Gefühl bleibt, dass definitiv mehr drin gelegen wäre.
Marco / Tommy vs. Arnaud / Leif – 6:2 6:0
Was für eine Machtdemonstration! Tommy, der verletzungsbedingt in den letzten Wochen nur wenig trainieren konnte, ist trotz Schmerzen im Doppel angetreten, um sein Team zu unterstützen – echte Teamplayer-Mentalität. Zusammen mit Marco, der ohnehin einen absoluten Sahnetag erwischt hatte, entstand eine perfekte Harmonie auf dem Platz: Tommys defensives Können und Übersicht kombiniert mit Marcos gnadenloser Offensive. So entwickelte sich eine echte Sternstunde des TCO-Doppels, in der den Gegnern über weite Strecken nicht der Hauch einer Chance gelassen wurde.
Vu / Jan vs. Stéphane / Jaime – 1:6 0:6
Vu und Jan haben unser Team heute unterstützt – dafür ein herzliches Dankeschön! Das erfahrene Doppel und eingespielte Team hat sicher solide gespielt, dennoch wurde schnell deutlich, wie stark die Bieler insgesamt aufgestellt sind. Wenn auf Doppel 3 noch solche Power aufgefahren wird, sagt das einiges über die Breite im Team aus. Zusätzlich kam auch noch der Bieler Captain Jaime zum Einsatz, der sich zuvor vorbildlich um unser leibliches Wohl gekümmert hatte – sehr fair, sehr gastfreundlich… und leider auch sehr effektiv auf dem Platz.
Fazit
Insgesamt resultierte eine 7:2-Niederlage – auf dem Papier klar, auf dem Platz jedoch mit vielen positiven Erkenntnissen und engen Momenten, die durchaus auch in die andere Richtung hätten kippen können. Viel wichtiger als das Resultat war aber der durchwegs faire und freundschaftliche Umgang auf und neben dem Platz. Es wurde hart, aber immer respektvoll gekämpft – genau so, wie man sich einen Interclub-Tag wünscht.
Nach dem Sport kam dann der vielleicht schönste Teil des Tages: kulinarische Vollversorgung in der Osteria Wilton direkt auf der Anlage. Mit Salat, Pasta in verschiedenen Saucen und einem feinen Tiramisu wurde für das leibliche Wohl mehr als gesorgt. Service und Gastfreundschaft wurden hier ganz grossgeschrieben.
Der abschliessende Limoncello sorgte dann endgültig dafür, dass die Stimmung weiter anstieg und sich die Gespräche in Deutsch, Französisch, Italienisch und sogar Spanisch fortsetzten – viel gelacht wurde ohnehin überall. Insgesamt hatten wir einen tollen Tag mit vielen schönen Momenten – auch wenn der sportliche Erfolg noch etwas Luft nach oben lässt.
Besonderer Dank
- Vu und Jan fürs spontane Aushelfen und die Unterstützung – nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz.
- Sandro für seinen vorbildlichen Einsatz als Captain mit motivierenden Nachrichten im Teamchat und einer Captain-Speech, die fast schon Grand-Slam-Niveau hatte.
- Vu zudem für die legendäre Runde Gin Tonic, die dafür gesorgt hat, dass die Niederlage spätestens ab dem zweiten Schluck deutlich weniger schwer wog.
- Und ein herzliches Merci und Grazie für die wunderbare Gastfreundschaft an das gesamte Team des TPC Bienne.
Traumhafte Anlage beim TPC Bienne:

So servieren Sieger:

Ausgelassene Stimmung bei Wein & Pasta:

2. Spieltag: TC Oensingen - TC Pratteln 6:3
Samstag, 09.05.2026
Der Treffpunkt zum ersten Heimspiel der Interclubsaison war um 09:00 Uhr beim Clubhaus, wo gemeinsam vorbereitet, Kaffee getrunken und Sandwiches gestrichen wurden. Während die meisten noch gemütlich eintrudelten, war Erwin allerdings bereits seit 07:00 Uhr im Einsatz und kämpfte sich nach dem Regen mit Besen, Walze und vermutlich auch etwas Magie durch die Platzpflege. Und das Resultat konnte sich sehen lassen: perfekte Sandplätze, die später sogar von den Gästen mehrfach gelobt wurden.
Die Gäste aus Pratteln liessen sich derweil etwas Zeit. Zum Spielbeginn um 10:00 Uhr war noch weit und breit niemand zu sehen, was kurzzeitig für leichte Nervosität sorgte – man wollte ja unbedingt Tennis spielen. Kurz danach traf das Team vom TC Pratteln dann aber doch ein – allerdings nur zu fünft. Dafür mit einigen Kindern im Gepäck, womit die Stimmung neben dem Platz früh gesichert war.
Um 10:15 Uhr ging es schliesslich los – bei perfektem Tenniswetter und hervorragenden Bedingungen. Und schnell wurde klar: Pratteln ist definitiv stärker, als es die Klassierungen teilweise vermuten lassen.
Die Einzel
Tom (R4) vs. Andy (R7) – 6:0 6:1
Auch wenn nicht alles Gold war, was glänzte, war es am Ende ein souveräner und ungefährdeter Sieg für Tom. Mit solidem Grundlinientennis, viel Druck und nur wenigen Schwächephasen liess er seinem Gegner kaum Luft zum Atmen. Das Resultat fiel entsprechend deutlich aus – auch wenn Tom selbst vermutlich noch drei bis vier unnötige Fehler auswendig aufzählen könnte.
Marco (R5) vs. Dominic (R7) – 1:6 5:7
Marco konnte leider nicht ganz an seine Galaform aus der Vorwoche anknüpfen und traf zudem auf einen sackstarken Dominic, der praktisch alles sauber und konstant zurückspielte. Vor allem im zweiten Satz zeigte Marco aber grossen Kampfgeist und arbeitete sich eindrucksvoll zurück ins Match. Am Ende war Dominic jedoch den entscheidenden Tick stabiler und holte sich den Sieg verdient.
Adi (R5) vs. Mariano (R7) – 6:2 6:2
Mariano kämpfte tapfer gegen Windmühlen – beziehungsweise gegen heimtückische Slice- und Stoppbälle von Adi. Jeder Ballwechsel fühlte sich ein wenig an wie eine unangekündigte Tennislektion in Sachen Geduld und Laufarbeit. Bis auf wenige Games konnte Mariano gegen das bekannt unangenehme und extrem clevere Spiel von Adi jedoch wenig ausrichten.
Sandro (R7) vs. Davide (R7) – 7:5 7:5
Was für ein Auftritt von Sandro! In einem engen und umkämpften Match blieb er vor allem in den entscheidenden Momenten nervenstark und fokussiert. Immer wieder gelang es ihm, genau dann die wichtigen Punkte zu machen, wenn es eng wurde. Ein toller und absolut verdienter Erfolg, der nicht nur spielerisch, sondern auch mental beeindruckte.
Raj (R7) vs. Yves (R8) – 1:6 3:6
Raj zeigte insbesondere im zweiten Satz ein sehr gutes Match mit vielen starken Ballwechseln und sehenswerten Punkten. Gegen Yves, der an diesem Tag schlicht in absoluter Überform spielte, war am Ende aber dennoch wenig auszurichten. Trotzdem ein kämpferisch starker Auftritt von Raj, der sich nie aufgegeben hat.
WO. – Kampfloser Sieg für den TCO
Der sechste Punkt ging an den TCO, da Martin leider nicht antreten konnte.
Zwischenstand
Pratteln präsentierte sich insgesamt sehr solide und definitiv eher unterklassiert. Trotzdem lagen wir nach den Einzeln mit 4:2 in Führung und wussten: Jetzt gilt es, den Vorsprung in den Doppeln auszubauen, um hier als Sieger vom Platz zu gehen.
Die Doppel
Tom / Sandro vs. Dominic / Yves – 2:6 2:6
Ein eingespieltes Prattler Doppel traf auf zwei Kestenholzer mit leichten Abstimmungsproblemen. Dazu kam, dass das Spielglück gefühlt ausschliesslich auf der Seite der Gäste lag. Und Tom am Netz leider einen dieser Tage erwischte, an denen selbst einfachste Volleys plötzlich aussehen, als hätte man zum ersten Mal einen Tennisschläger in der Hand. Trotz guter Ansätze war gegen das starke und routinierte Doppel aus Pratteln an diesem Tag nichts zu holen.
Marco / Raj vs. Mariano / Davide – 7:5 7:5
Ein enges und intensives Doppel mit dem besseren Ende für den TCO. Marco konnte seine Schwächephase aus dem Einzel komplett ablegen und zeigte wieder deutlich mehr Sicherheit und Präsenz. So entwickelte sich ein kämpferisches und starkes Doppel, das in den entscheidenden Momenten die Nerven behielt und den wichtigen Siegpunkt sicherte.
WO. – Punkt für den TCO
Das dritte Doppel ging kampflos an den TCO.
Fazit
Am Ende resultierte ein 6:3-Erfolg gegen Pratteln. Ein toller Erfolg für den TCO, auch wenn noch nicht ganz klar ist, ob dieses Resultat ausreichen wird, um das grosse Saisonziel Aufstiegsspiele weiterhin realistisch erreichen zu können.
Nach dem Sport wurde dann wie immer hervorragend aufgetischt. Pratteln war zu diesem Zeitpunkt allerdings bereits nur noch zu viert, weshalb unsere vorbereiteten 4.5 Kilogramm Fleisch am Ende doch nicht ganz zum Einsatz kamen.
Unser Grillmeister verwöhnte uns einmal mehr mit perfektem Grillgut, feinen Salaten und einem Tzatziki, das offiziell vermutlich als Verhütungsmittel eingestuft werden müsste. Dazu gab es ein wunderbares Tiramisu als Dessert, und auch unsere Gäste aus Pratteln – mittlerweile nur noch zu dritt – liessen es sich nicht nehmen, neben Kaffee auch noch die eine oder andere Spirituose zu testen.
Insgesamt ein rundum gelungener Tennistag mit fairen Spielen, guter Stimmung, tollen Plätzen und vielen schönen Momenten auf und neben dem Platz.
Besonderer Dank
- Erwin für die traumhaften Sandplätze, die sogar von den Gegnern mehrfach gelobt wurden und trotz Regen in absolutem Topzustand waren.
- Unseren Fans fürs Zuschauen, Anfeuern und Mitfiebern.
- Unseren Gästen aus Pratteln für die fairen Spiele und die sehr angenehmen Gespräche neben dem Platz.
Es ist angerichtet – was für wunderbare Tennisplätze:



3. Spieltag: TC Oensingen - TC Schützenmatt SO 1 3:6
Heftiger Regen in den Vortagen liess es lange offen, ob die Partie überhaupt stattfinden kann. Bei gefühlten Minusgraden und starkem Wind machten sich dann Sandro und Tom bereits gut 90 Minuten vor Spielbeginn auf den Weg zur Tennisanlage des TCO, um Platzwart Erwin bei den Instandstellungsarbeiten der Plätze zu unterstützen.
Als Erwin ihnen dann aber schon auf dem Parkplatz mit dem Laubbläser entgegenkam, war sofort klar: Unser Platzwart ist bereits seit Stunden im Einsatz und die Plätze sind spielbereit und in tadellosem Zustand. Damit es nicht so aussieht, als würden sie nur Kaffeetrinken, haben unsere beiden Kestenholzer die Plätze dann prophylaktisch noch zweimal abgezogen.
Als unsere Gegner aus Solothurn eingetroffen sind, war bei uns bereits alles bereitgestellt: Getränke, Sandwiches, Kuchen, Obst – und auch das Bier war schon kalt gestellt. So konnte es losgehen, mit dem Wissen, dass es heute gilt, den Tabellenführer zu schlagen, um nicht in die Abstiegsrunde zu müssen.
Die Einzel
Tom (R4) vs. Thai (R5) – 3:6 0:6
Nach einem starken Start und schneller Break-Führung entschied sich Tom dazu, das Tennisspielen vorübergehend einzustellen und lieber mit den gegnerischen Zuschauern zu diskutieren, die nicht nur zuschauten, sondern auch als Linienrichter fungierten und Entscheidungen auf dem Platz fleissig kommentierten. So kippte die Partie und der Vietnamese Thai konnte das Match souverän nach Hause bringen. Es zeigte sich nicht nur, dass bei Tom Fokus und Mindset noch Luft nach oben haben, sondern auch, dass es tatsächlich Vietnamesen gibt, die ziemlich gut Tennis spielen.
Marco (R5) vs. Renzo (R5) – 5:7 4:6
Was für ein fantastisches Tennismatch! In einer der stärksten Partien, die in jüngster Vergangenheit in Oensingen gespielt wurden, schnupperte ein bärenstarker Marco gegen einen übermächtigen Gegner an der Sensation. Tempo, Technik und Kampf liessen die Fans immer wieder staunen, und Marco war nur hauchdünn davon entfernt, den ersten Satz zu holen. Anfang des zweiten Satzes passierte dann das Unglück: Marco trat bei einer Defensivaktion auf einen herumliegenden Tennisball und verdrehte sich den Fuss. Danach konnte er nur noch mit halber Kraft weiterspielen, hielt aber weiterhin stark dagegen. Ein absoluter Top-Auftritt!
Adi (R5) vs. Thomas (R5) – 6:1 6:3
Schon beim Einspielen war klar: Das wird kein Zuckerschlecken für Thomas. Adi zeigte genau das, wofür er berühmt-berüchtigt ist: heimtückische Slice-Bälle, unglaubliche Präzision und die Fähigkeit, jeden Ball irgendwie wieder ins Feld zu bringen. Unterstützt vom starken Nordwestwind mit Böen bis 40 km/h liess er zusätzlich jeden Lob mehr oder weniger direkt auf der Linie landen. Thomas schwankte zwischen Hoffnung, Unglauben und kompletter Verzweiflung, spielte aber phasenweise sehr gutes Tennis. Am Ende liess Adi jedoch keinen Zweifel offen, wer hier als Sieger vom Platz geht.
Sandro (R7) vs. Wasili (R6) – 7:5 2:6 2:6
Trotz Kälte und Regen spielten beide einen starken ersten Satz. Sandro war von Beginn an extrem gut im Spiel und dominierte gegen einen starken R6 sogar zeitweise das Geschehen. Wasili haderte sichtbar mit sich und dem immer stärker werdenden Sandro, was sich unter anderem in spektakulären Schlägerwürfen über den Platz zeigte. Ab dem zweiten Satz drehte sich das Momentum jedoch klar, und Wasili konnte seine Stärken mehr und mehr ausspielen und seiner Favoritenrolle gerecht werden. Nichtsdestotrotz war das ein tolles und mutiges Match von Sandro.
Fabian vs. Gianni (R7) – 4:6 2:6
Starker Start, danach stark nachgelassen – das war das Motto von Schüby. Nach einer schnellen 3:0-Führung im ersten Satz drehte Gianni das Spiel zunehmend und nahm Fabian Schritt für Schritt den Rhythmus. Im zweiten Satz liess er dann keinen Zweifel mehr offen, dass dieser Punkt nach Solothurn geht. Trotzdem blieb das Gefühl, dass hier mehr drin gewesen wäre.
Tommy vs. Claudio (R8) – 2:6 1:6
Claudio agierte gnadenlos effizient. Egal was Tommy versuchte, Claudio hatte die passende Antwort. Schnell war klar, dass Tommy heute eher am Grill als auf dem Platz glänzen wird. Besonders bitter war, dass selbst die langen Ballwechsel meist zugunsten von Claudio kippten, der kaum einfache Fehler zulies. Tommy kämpfte zwar bis zum Schluss, fand aber nie wirklich ein Mittel gegen die stabile und konsequente Spielweise seines Gegners.
Zwischenstand
Nach den Einzeln, in denen wir in fast allen Matches zumindest kurz in Führung lagen, ist der Zwischenstand ernüchternd: 1:5. Adis Abstiegsprophezeiungen scheinen langsam Gestalt anzunehmen. Trotzdem war die Stimmung gut, und trotz des Ausfalls von Marco war klar: Im Doppel muss noch der eine oder andere Punkt geholt werden.
Die Doppel
Tom / Sandro vs. Thai / Thomas – 6:4 6:4
Der Knoten ist endlich geplatzt – St. Peter is back! Die beiden Kestenholzer konnten nach zwei Niederlagen endlich im Doppel überzeugen und die auf dem Papier bisher stärksten Gegner eindrucksvoll bezwingen. Man hat gesehen, dass Tom und Sandro nicht nur zusammen Bier trinken können, sondern auch auf dem Platz hervorragend harmonieren. Ein toller Erfolg!
Adi / Tommy vs. Renzo / Luigi – 1:6 3:6
Renzo, der schon im Einzel gegen Marco seine unglaubliche Stärke gezeigt hatte, dominierte auch das Doppel zusammen mit Luigi. Adi und Tommy konnten zwar einzelne Akzente setzen, aber am Ende war der Gegner schlicht zu konstant und zu stark.
Fabian / Jan vs. Gianni / Claudio – 6:4 6:3
Nach den starken Leistungen von Gianni und Claudio in den Einzeln darf man hier durchaus von einer kleinen Sensation sprechen. Fabian und Jan spielten ein extrem solides und abgeklärtes Doppel, nutzten ihre Erfahrung perfekt und holten verdient einen wichtigen Punkt für den TCO. Herzlichen Dank an Jan für deine Unterstützung!
Fazit
Dank der erfolgreichen Doppel konnten wir die Niederlage am Ende etwas erträglicher gestalten. Trotzdem reicht es insgesamt nicht für die Aufstiegsspiele, und das Team muss leider in die Abstiegsrunde.
Die Stimmung war dennoch in Ordnung, wenn auch etwas gedämpfter als gewohnt. Nach einem sehr feinen Essen mit gutem Wein und dem obligatorischen Putzen des Clubhauses war der Abend relativ schnell beendet – sehr zur Überraschung mancher Ehefrauen, da die Spieler ausnahmsweise deutlich vor Mitternacht zu Hause waren.
Besonderer Dank
- Einmal mehr an Platzgott Erwin, der mit viel Leidenschaft trotz Dauerregen perfekte Plätze möglich gemacht hat.
- An die treuen Fans, die unser Team trotz Kälte unterstützt haben.
- An Tommy, dessen Grillkünste jede Niederlage vergessen lassen.
- An Jan, der nicht nur im Doppel ausgeholfen, sondern auch einen wichtigen Punkt beigesteuert hat.
Abstiegsspiel: TC Derendingen-Zuchwil - TC Oensingen 4:5
Samstag, 6. Juni 2026
Abstiegsspiel. Wir müssen und wollen gewinnen. Heute zählt nur ein Sieg – alles andere ist irrelevant.
Schon vor der eigentlichen Abfahrt war klar, dass dieser Tag kein gewöhnlicher Interclub-Samstag werden würde. Ein Teil des Teams feuerte noch unser IC45+ Team in Oensingen an. Beim Treffpunkt war Marco um 10:00 Uhr noch alleine auf dem Parkplatz. Die Ruhe hielt allerdings nicht lange an – nach und nach trudelte dann doch die komplette Mannschaft ein und die Mission konnte beginnen.
Die Suche nach der richtigen Anlage in Derendingen bleibt jedes Mal eine kleine Geduldsprobe, da zwei Tennisanlagen sehr nahe beieinander liegen. Doch Sandro übernahm die Führung mit beeindruckender Ortskenntnis und navigierte das Team souverän durch das Quartier – fast so, als wäre er dort aufgewachsen.
Sowohl die Anlage als auch die Gegner waren uns nicht fremd, entsprechend entwickelte sich bereits beim Eintreffen eine angenehme, freundschaftliche Atmosphäre – jedoch mit dem klaren Bewusstsein: heute geht es um alles.
Die Einzel
Pascal (R5) vs. Tom (R4) – 6:4 6:3
Ein echtes Kestenholz-Duell, geprägt von Nervosität und vielen unnötigen Fehlern auf beiden Seiten. Pascal fand im Verlauf der Partie immer besser zu seinem Spiel, während Tom zunehmend Schwierigkeiten hatte, die Kontrolle zu behalten. Während Pascal sich steigerte, steigerte Tom vor allem die Anzahl an Doppelfehlern. Ein faires, aber spielerisch nicht hochklassiges Match, das sich erst im Verlauf klar in Richtung Derendingen entwickelte.
Markus (R6) vs. Marco (R5) – 6:2 6:4
Marco traf auf einen extrem konstanten und geduldigen Gegner, der kaum Fehler machte und jeden Ball zurückbrachte. Immer wieder fehlten nur wenige Zentimeter, doch genau diese Bälle von Marco landeten konsequent im Aus – Marco haderte mit den steinharten Bällen. Im zweiten Satz steigerte sich Marco deutlich und fand besser in die Ballwechsel, doch Markus blieb in den entscheidenden Momenten zu stabil und sicherte sich den Punkt für die Gastgeber.
Jan (R6) vs. Adi (R5) – 1:6 0:6
Adi zeigte einmal mehr seine ganze Klasse und spielte sehr kontrolliert, facettenreich und nahezu fehlerfrei. Auch wenn Jan alle möglichen Taktiken versuchte, blieb Adi konsequent bei seinem Spiel und liess nichts anbrennen – ein sehr souveräner und klar verdienter Sieg.
Jan (R7) vs. Sandro (R7) – 0:6 0:6
Eine absolute Demonstration von Sandro, der seinem Gegner die sogenannte „Brille“ verpasste. Jan kämpfte sichtbar mit einem Hexenschuss und konnte sich nur eingeschränkt bewegen, insbesondere bei Aufschlägen und Richtungswechseln litten sogar die Zuschauer mit Jan mit. Sandro blieb davon völlig unbeeindruckt, spielte extrem fokussiert, sauber und mit bemerkenswerter Konstanz. Eine beeindruckende Leistung!
Michael (R7) vs. Fabian (R7) – 3:6 6:3 6:4
Ein emotionales Auf und Ab und eine echte Nervenschlacht. Fabian startete stark, sicherte sich den ersten Satz und schien das Momentum auf seiner Seite zu haben. Doch Michael steigerte sich zunehmend, fand immer besser in sein Spiel und brachte mit seiner Technik mehr Stabilität hinein. Im dritten Satz führte Fabian bereits 3:0, ehe das Match erneut kippte und er den Vorsprung leider nicht über die Ziellinie bringen konnte – ein bitterer Verlauf.
Elias (R8) vs. Raj (R7) – 6:1 5:7 6:4
Raj hatte im ersten Satz wenig Zugriff auf das Spiel, kämpfte sich danach jedoch eindrucksvoll zurück und holte sich den zweiten Satz im Tiebreak. Der dritte Satz entwickelte sich zu einem intensiven Schlagabtausch, bei dem jeder Punkt plötzlich Gewicht bekam. Raj blieb dran, kämpfte um jeden Ball, musste sich am Ende aber knapp einem sehr starken und konstanten Elias geschlagen geben.
Zwischenstand
2:4 aus Sicht TCO
Die Ausgangslage war klar und gleichzeitig brutal ehrlich:
Es braucht ein kleines Wunder – alle drei Doppel müssen gewonnen werden.
Captain Adi reagierte entsprechend und versammelte das gesamte Team zu einer intensiven Besprechung in der Kabine. Nach kurzer, aber hitziger Diskussion entschieden wir uns letztlich für das, was wir am besten können: Vertrauen in unsere gewohnte Aufstellung.
Die Doppel
Pascal / Jan vs. Tom / Sandro – 4:6 4:6
Was für ein Doppel auf höchstem Interclub-Niveau. Tom und Sandro zeigten von Beginn an eine beeindruckende Steigerung im Vergleich zu früheren Duellen gegen genau diese Gegner, als man genau auf diesem Platz noch im Champions-Tiebreak unterlegen war. Dieses Mal spielten sie fokussierter, stabiler und mit deutlich weniger Fehlern. Dennoch boten Pascal und Jan ebenfalls eine überragende Leistung, wodurch sich ein hochklassiges und spannendes Match entwickelte, das unglaublich viele Entscheidungspunkte erlebte und das bessere Ende für den TCO hatte.
Markus / Michael vs. Adrian / Fabian – 4:6 5:7
Ein weiteres Doppel, das nichts für schwache Nerven war. Die Gegner spielten extrem konstant und machte es unserem Team über weite Strecken sehr schwer. Selbst Adi musste tief in die Trickkiste greifen und servierte plötzlich mit bis zu 180 km/h – erstaunlicherweise mit Erfolg. Am Ende war es Fabian, der mit einem sensationellen Vorhand-Winner den Matchball verwandelte und damit für pure Eskalation auf unserer Seite sorgte.
Elias / Martin vs. Marco / Tommy – 1:6 4:6
Dieses Doppel wurde sehr souverän und abgeklärt heruntergespielt. Marco und Tommy harmonierten hervorragend, kontrollierten die wichtigen Punkte und liessen kaum etwas anbrennen. Hat sich doch in dieser IC-Saison ein weiteres Traumdoppel beim TCO etabliert. Ein klarer und verdienter Sieg, der die Gesamtleistung des Teams perfekt abrundete.
Fazit
Endstand: 5:4 für TCO
Das Wunder von Derendingen ist Realität geworden.
Nach einem 2:4-Zwischenstand alle drei Doppel zu gewinnen, spricht für eine aussergewöhnliche Teamleistung, viel Nervenstärke und den unbedingten Willen, dieses Spiel noch zu drehen. Am Ende stand ein hart erkämpfter, aber verdienter Sieg, der den Ligaerhalt sichert.
Die Stimmung war entsprechend ausgelassen – bei Bier, Grilladen und feinen Salaten wurde der Erfolg ausgiebig gefeiert. Beim Gegner wurde derweil noch intensiv diskutiert, wer mit wem duschen darf – eine Frage, die am Ende ebenfalls irgendwie gelöst wurde.
Zurück in Oensingen liessen wir den Abend im Clubhaus ausklingen. Das IC45+-Team war bereits nicht mehr vor Ort (offenbar zu alt zum Feiern 😉). Nur Vu kam nochmals vorbei und brachte tatsächlich noch etwas zu essen mit – ein perfekter Abschluss eines langen Tages und einer schönen Interclub-Saison.
Besonderer Dank
- an das Team von TC Derendingen-Zuchwil für die Gastfreundschaft, die fairen Spiele und das feine Essen
- an alle Spieler des TCO für den Einsatz und den wunderbaren Teamgeist in dieser Saison
Herren 45+ 3. Liga
Team: Erwin, Luis, Marc, Sebi, Thanh, Vu, Yen, Youssef
Foto folgt 🙂
Gruppe: 45+ 3L Herren – Gruppe 17
1. Spieltag: TC Oensingen - TC Breitenbach 0:7
Samstag, 02.05.2026
Es war der Tag nach dem Tag der Arbeit – oder für einige von uns eher: der Tag nach zu viel Bier, zu wenig Schlaf und fragwürdigen Entscheidungen am 1. Mai. Trotzdem trafen wir uns voller Euphorie und komplett unbegründetem Selbstvertrauen um 08:00 Uhr auf unserer schönen Tennisanlage, fest entschlossen, heute endlich unsere ersten Sätze einzufahren.
Die Stimmung war hervorragend – nicht zuletzt, weil Erwin Hänni sein grosses Comeback gab und damit bewies, dass Wunder tatsächlich noch geschehen. Ab sofort wieder fix im IC-Kader, sofern der Körper mitmacht und der Rücken nicht wieder spontan kündigt. Auch kulinarisch waren wir auf Profi-Niveau unterwegs: Kaffee, Mineral, Bier, Sandwiches, Früchte – kurz: besser verpflegt als spielerisch vorbereitet.
Gegen 09:00 Uhr erschienen dann unsere Gäste vom TC Breitenbach. Sympathisch, locker, freundlich… und leider – wie sich später herausstellte – auch verdammt gut im Tennis. Zu diesem Zeitpunkt waren wir uns aber noch sicher: 7:0 für uns. Ein klassischer Fall von kompletter Realitätsverweigerung und Selbstüberschätzung.
Die Einzel
Luis „Super Bock“ vs. Roman „Iron(Ro)man“ – 3:6 1:6
Luis startete stark und konnte im ersten Satz lange mithalten. Zwischenzeitlich durfte man noch kurz von einer Sensation träumen. Im zweiten Satz erinnerte sich Roman dann aber doch daran, dass er eigentlich deutlich besser Tennis spielt, und beendete die Diskussion mit einem trockenen 6:1. Luis kämpfte tapfer. Roman spielte Tennis.
Dinh „Yen“ vs. Erwin „der Bessere“ – 0:6 0:6
Dinh zeigte einmal mehr unglaubliche Laufarbeit, Einsatz und Kampfgeist. Leider half ihm das ungefähr so viel wie Winterreifen auf einem Segelboot. Die Routine von Breitenbachs Erwin war schlicht zu gross. Dinh verliess den Platz mit einer Brille, deren genaue Stärke aus Datenschutzgründen nicht veröffentlicht wird.
Erwin „AIRwin“ vs. Gerold „Bie(r)li“ – 3:6 0:6
Dann das Comeback des Tages: Erwin betrat den Platz. Die Zuschauer erhoben sich innerlich. Gegner Gerold Bie(r)li – ausserhalb des Courts ein Gentleman, auf dem Platz ungefähr so gnädig wie ein Steuerprüfer. Aus Respekt vor Erwins Comeback schenkte er ihm im ersten Satz grosszügig 3 Games – danach war die Höflichkeit beendet.
Marc „DeMarc“ vs. Daniel „der Weise“ – 3:6 0:6
Unsere ehemalige deutsche Währung DeMarc durfte gegen Daniel den Weisen ran. Nach solidem Start und einem respektablen 3:6 im ersten Satz verlor die DeMarc im zweiten Satz massiv an Kurs. Börsencrash – Inflation – Rezession.
Youssef vs. „Sa(h)nerhäubchen“ Res – 0:6 0:6
Die letzte Hoffnung lag auf den Schultern von Youssef, unserem Schweizer mit marokkanischer Präzision. Er kämpfte, rannte, biss sich rein – und erhielt trotzdem eine lupenreine Brille. Res spielte schlicht zu stark. Oder anders gesagt: Youssef wurde sportlich in den Feierabend geschickt.
Zwischenstand
Trotz 0:5 Zwischenstand glaubten wir weiterhin an unseren ersten Satzgewinn. Optimismus ist bekanntlich wichtig – manchmal aber auch einfach naiv.
Die Doppel
Luis / Marc vs. Erwin / Gerold – 1:6 2:6
Unsere Paarung zeigte Kampfgeist, Emotionen und gelegentlich sogar Tennis. Leider reichte das gegen ein eingespieltes Doppel aus Breitenbach nur für Schadensbegrenzung.
Erwin / Yen vs. Titus / Rolf – 1:6 0:6
Auch hier wurde rasch klar: Breitenbach spielt Doppel nicht zum ersten Mal zusammen. Wir hingegen wirkten teilweise, als hätten wir uns beim Einspielen kennengelernt.
Fazit
Kurz gesagt: Ein sportlicher Totalschaden. Nach dem sportlichen Massaker, mit einem hochverdienten 0:7, verabschiedeten wir uns vom sportlichen Teil und wechselten endlich in unsere stärkste Disziplin: Essen, Trinken und Geselligkeit.
Und dort – endlich – waren wir absolut auf Augenhöhe. Bei Wein, Bier, Steaks, Würsten, Beilagen und Dessert zeigten wir, dass wir zwar kein Tennis spielen können, aber hervorragende Gastgeber sind. Einige Breitenbacher – darunter Erwin, Gesi und Rolf – liessen den Abend noch beim Schnupfen ausklingen und bewiesen auch dort beeindruckende Ausdauer.
Besonderer Dank
- Irene und Erwin für den Kartoffelsalat und die Sandwiches auf absolutem Sterne-Niveau – Interclub-Verpflegung deluxe.
- Vu für seine Anwesenheit und den zuverlässigen Sandwich-Support neben dem Platz.
- Thanh für die Organisation trotz Verletzung – Einsatz abseits des Courts, aber genauso wertvoll wie ein Siegpunkt.
- Dem gesamten TC Breitenbach für einen grossartigen, fairen und durchgehend sehr lustigen Interclub-Tag.
Yen kurz vor dem Gewinnschlag:

Grillchef Luis – macht nicht nur auf dem Tennisplatz eine gute Figur:

Gemütliches Beisammensein nach dem Wettkampf:

2. Spieltag: TC Laufen - TC Oensingen 4:3
Sonntag, 10.05.2026 – Muttertag – 07:15 Uhr morgens
Während andere ihren Müttern Blumen brachten oder gemütlich brunchen gingen, traf sich unsere IC45+-Truppe im Clubhüsli zur nächsten grossen Mission: „Operation erster Satzgewinn“
Der Gegner:
Der IC-Neuling vom TC Laufen im schönen Baselland.
Der Wetterbericht versprach erst ab 16:00 Uhr Regen – also mehr als genug Zeit, um sportlich zu scheitern und anschliessend gemütlich zu grillieren. Nach entspanntem Kafi-Gipfeli-Programm machten wir uns auf die beschwerliche Reise über den Passwang. Nicht ohne vorher – völlig freiwillig natürlich – noch einen kleinen Abstecher Richtung TC Breitenbach zu machen.
Team-News
Heute neu mit an Bord:
- unser „Neuling“ Sebi
- Trainerlegende Vu zurück für Youssef (العطلة)
- und natürlich erneut Verstärkung durch unseren Evergreen Erwin
Nicht dabei:
- Dinh aka FeriYen
- Youssef (Urlaub)
Nach etwa 45 Minuten durch die wunderschöne Schweizer Landschaft – respektive unzählige Kurven, die einigen bereits vor dem Einspielen den Kreislauf testeten – trafen wir endlich beim TC Laufen ein.
Und was sollen wir sagen:
Top Anlage. Top Buffet. Top Leute.
Empfangen wurden wir herzlich von:
Pascal (Captain), Gerolf, Giovanni, Mario, Emanuel und Stephan.
Schon bei der Vorstellungsrunde merkten wir:
Die können nicht nur freundlich sein… die können vermutlich auch Tennis spielen.
Leider bestätigte sich dieser Verdacht ziemlich schnell.
Die Einzel
Emmanuel (R6) vs. Vu „You“ Tran Clan (R7) – 3:6 7:6 6:3
Schon beim Einspielen wurde klar: Hier standen sich zwei absolute Maschinen gegenüber. Das Niveau war hoch, die Ballwechsel lang und das Match gefühlt länger als die Herr-der-Ringe-Trilogie. Und dann geschah Historisches:
Vu holte unseren ersten Satzgewinn der Saison! Der Jubel war gross. Teilweise wurden bereits interne Nationalfeiertage diskutiert.
Doch Emmanuel wehrte im zweiten Satz gleich vier Matchbälle ab und gewann den Tiebreak mit 7:6.
Ab diesem Moment wechselte das Momentum langsam die Seite. Nach knapp vier Stunden (!) gingen Vu verständlicherweise etwas die Kräfte aus. Emmanuel spielte den dritten Satz souverän mit 6:3 nach Hause.
Riesiges Chapeau an beide Athleten. Und vor allem an Vu, der vermutlich mehr Kalorien verbrannt hat als manche von uns in einer ganzen Woche.
Mario (R9) vs. DeMarc (R8) – 6:1 6:2
Ein taktischer Geniestreich vom TC Laufen. Da steht plötzlich ein Typ auf dem Platz, der angeblich „seit 20 Jahren nicht mehr gespielt“ hat, früher aber gegen Marc Rosset spielte. Klar – und Roger Federer spielt heute Plauschturniere in Zofingen. Mario brachte praktisch jeden Ball zurück. Teilweise vermutlich auch Bälle von anderen Plätzen.
Marc startete eigentlich stark (erstes Aufschlagspiel zu Null), doch danach häuften sich Doppelfehler und unerzwungene Fehler wie Baustellen auf der A1. Immerhin: Die Stopps von Marc waren teilweise absolute Weltklasse. Leider reichte es insgesamt trotzdem nur zu einem 1:6 und 2:6.
[Nebenbei lief übrigens immer noch Vu’s Match]
Pascal (R7) vs. Luis „Speedy Garcias“ (R7) – 6:4 6:0
Hier trafen körperlich zwei komplett unterschiedliche Spielertypen aufeinander: Konrad Laimer vs. Ailton. Der eine athletisch, dynamisch und gefühlt mit drei Lungen ausgestattet. Der andere eher… effizient gebaut. Beide starteten stark und zeigten richtig schönes Tennis. Bis zum 4:4 konnte Luis hervorragend mithalten. Dann zog Pascal an – und Luiz langsam den Stecker.
Im zweiten Satz fand Luiz leider seinen Rhythmus ungefähr so oft wie die SBB ihre Pünktlichkeit an einem Störungstag. Trotzdem: Die Aufschläge und Returns von Luiz waren teilweise absolute Granaten. Und Pascal brachte Bälle zurück, die bereits abgeschrieben waren. Insgesamt ein tolles Match.
[Vu spielte übrigens immer noch]
Gerolf „der Zahnarzt“ (R9) vs. Sebi „aua Krampf(er)“ (R8) – 0:6 3:6
Gerolf – der sympathische Zahnarzt von nebenan – zeigte sein frisch erlerntes Tennis mit viel Leidenschaft und noch mehr Unterhaltung. Seine Aufschläge waren stark… sofern sie ins Feld kamen. Doch gegen unseren routinierten Sebi konnte Gerolf sportlich wenig ausrichten. 6:0 im ersten Satz – Brille.
Aber: Humor, Sympathie und Live-Kommentare während des Spiels machten Gerolf trotzdem zum Sieger der Herzen.
Und jetzt offiziell:
Sebi holte unseren ersten Matchsieg der Saison! Baschi spielte übrigens so, als wäre er nie weg gewesen. Schön bist du wieder da!
[Und ja: Vu spielte zu diesem Zeitpunkt tatsächlich immer noch]
Stephan „André Agassi“ (R9) vs. AIRwin (R9) – 6:3 2:6 6:7
Bereits beim Einspielen dachte sich halb Laufen: „Der ältere Herr bekommt heute vermutlich eine Brille.“ Dann begann das Match. Und plötzlich spielte AIRwin Tennis wie aus einem nostalgischen Youtube-Best-of der 80er-Jahre. Stephan sah zwar aus wie André Agassi ohne Stirnband und spielte teilweise wie ein Tennislehrer – aber Erwin hielt dagegen. Mit Übersicht, Routine und vermutlich jahrzehntelanger Senioren-IC-Erfahrung.
Satz 1 ging sensationell mit 6:3 an AIRwin. Im zweiten Satz zeigte Stephan dann seine Klasse und gewann 6:2. Also Entscheidungssatz. Natürlich inklusive Tiebreak. Natürlich inklusive Herzrasen. Und dort setzte sich AIRwin tatsächlich mit 7:6 durch. Ganz grosses Kino.
Und ein grosses Dankeschön an Stephan für sein extrem faires Verhalten während des gesamten Matches.
Zwischenstand:
3:2 für TC Laufen
Alles noch offen – zumindest theoretisch.
Die Doppel
Emmanuel / Mario vs. Vu / Marc – 6:4 6:3
Vu und Marc spielten zum ersten Mal zusammen Doppel. Das merkte man anfangs vor allem bei Marc. Dank der ruhigen Coaching-Anweisungen von Vu steigerte sich das Duo aber deutlich. Vu spielte trotz seines 4-Stunden-Marathons erneut stark auf – wobei man teilweise beobachten konnte, wie seine Beine innerlich bereits die Kündigung einreichten.
Nach starkem Kampf verloren Vu/Marc Satz 1 mit 4:6. Dann kam der Regen. Allwetterplatz. Nasse Bälle. Rutschige Bedingungen. Perfekt für unsere filigrane Technik natürlich. Trotz guter Ballwechsel ging auch Satz 2 mit 3:6 verloren.
Stephan / Giovanni vs. Sebastian / Luis – 1:6 2:6
Auf dem Papier: R9/R9 gegen R7/R8 – eigentlich eine klare Sache. Aber Giovanni und Stephan kämpften um jeden Ball und machten es unseren Jungs nicht einfach.
Am Ende setzten sich Luis und Sebi aber souverän mit 6:1 und 6:2 durch. Starkes Doppel – starke Leistung. Und endlich wieder ein Erfolgserlebnis für unsere geschundene IC-Seele.
Fazit
Endstand: 4:3 für TC Laufen
Knapp. Verdient. Und völlig nebensächlich. Denn wie schon in Breitenbach zeigte sich:
Interclub ist viel mehr als nur Tennis. Es gab jederzeit Fairness, Anerkennung, lockere Sprüche und Handschläge beim Seitenwechsel.
Und dann kam endlich unsere wahre Kernkompetenz:
APÉRO APÉRO 🍷
Die Laufener verwöhnten uns mit feinen Würsten, Salaten und einem sensationellen Dessert – gezaubert von Zahnarzt, Moderator und Hobby-Pâtissier Gerolf. Wir durften einen absolut grossartigen Tag mit extrem gastfreundlichen Leuten verbringen und fühlten uns jederzeit willkommen.
herzlicher Dank an den TC Laufen ❤️
Lieben Dank an Pascal, Gerolf, Giovanni, Mario, Emanuel und Stephan für diesen tollen IC-Tag.
Ihr wart sportlich, fair, herzlich und einfach super Typen.
Wir wünschen euch weiterhin viele tolle IC-Erlebnisse — und hoffen natürlich auf ein Wiedersehen.
3. Spieltag: TAB Aesch - TC Oensingen 5:2
Samstag, 16.05.2026
Die Vorfreude war gross. Die Stimmung ebenfalls. Eigentlich wie immer an einem Interclub-Tag.
Zusätzlich beflügelt wurden wir durch das Interclub-Debüt unseres Youngsters Manfred Schläppi, der mit zarten 75 Jahren erstmals Interclub-Luft schnuppern durfte. Andere gehen in diesem Alter gemütlich spazieren. Mänfu spielt Interclub.
Der Wetterbericht meinte es zunächst nicht besonders gut mit uns. Wer jedoch vorab die Homepage des TBA Aesch studiert hatte, wusste: In Aesch wird selbst bei Weltuntergang Tennis gespielt – notfalls auf den wunderschönen Indoor-Keramiksandplätzen. Eine Anlage, die bei uns bereits vor dem ersten Ballwechsel einige Neidgefühle auslöste.
Besammlung war um 12:30 Uhr auf unserer schönen Tennisanlage in Oensingen.
Einige waren bereits früher vor Ort, um unsere IC35+-Mannschaft gegen Solothurn zu unterstützen. Gefühlt wurde dort bei minus 50 Grad gespielt – Polarfüchse hätten sich vermutlich wohler gefühlt als die Zuschauer.
Nach seinem ersten Einzelsieg der Saison war unser EvErwin offenbar der Meinung, dass man ihm künftig die Tennistasche bis ans Auto tragen würde. Nach kurzer Hektik – die ausschliesslich Erwin betraf – machten wir uns auf die rund 45-minütige Reise ins Baselland.
Willkommen im Tennis-Paradies: In Aesch wurden wir von Patrick, Captain, Finanzchef, Empfangsdirektor und vermutlich auch Verwaltungsratspräsident der Anlage herzlich empfangen.
Top-Anlage. Top-Sandwiches. Top-Früchte. Top-Restaurant.
Kurz gesagt: Wir hätten eigentlich direkt bleiben können.
Mit dabei:
- Vu Tran Clan
- Luis Diaz
- Baschi
- Debütant Mänfu
- EvErwin
- D-Marc
Abwesend:
- FeriYen
- Herr Schmidlin (überzähliger Ausländer 😉)
- Capitano O-Thanhenbaum (rekonvaleszent), der uns trotz Verletzung vor Ort stark unterstützte 🫂
Nach dem Umziehen trafen wir auf die Mannschaft des TAB Aesch:
Patrick, Carsten, Antonio, Lukas sowie die Brüder Andreas und Matthias.
Allesamt sympathische Typen – vermeintlich fast alles Schweizer.
Bis man sie den ganzen Nachmittag fast ausschliesslich Italienisch reden hört. 😄
Die Einzel
Patrick (R6) vs. Luis (R7) – 7:5 3:6 6:1
Schon beim Einspielen war klar: Hier wird richtig gutes Tennis gespielt. Aufschläge, Returns, Stopps, lange Ballwechsel – alles dabei. Patrick holte sich Satz 1 knapp, doch Luis kämpfte sich stark zurück und gewann Satz 2. Im dritten Satz setzte sich dann die Routine von Patrick durch. Grosses Tennis von beiden.
Carsten (R7) vs. Vu (R7) – 0:6 1:6
Optisch ein ungleiches Duell: Carsten eher Rugbyspieler, Vu eher Marathonläufer. Vu spielte von Beginn weg hochkonzentriert und liess kaum etwas zu. Das Resultat liest sich deutlich, das Match war aber intensiver, als es scheint. Starke Leistung von Vu.
Antonio (R8) vs. Marc (R8) – 6:4 6:3
Bereits beim Handshake meinte Toni: „Ich mach dich kaputt.“ – kurze Verunsicherung, dann Gelächter. Marc startete gut, führte sogar mit Break, verlor dann aber den Rhythmus durch diverse Doppelfehler und Unforced Errors. Toni brachte alles zurück und gewann verdient.
Lukas (R8) vs. Baschi (R8) – 7:5 6:2
Baschi startete stark und dominierte phasenweise klar. Beim Stand von sicher geglaubtem Satzgewinn kippte das Match jedoch nach einigen emotionalen italienischen Ausbrüchen von Lukas. Aus einem 5:2 wurde ein 5:7. Im zweiten Satz fand Baschi nicht mehr zurück ins Spiel.
Andreas (R8) vs. Manfred (R8) – 6:0 6:0
Unser Debütant Mänfu spielte ruhig, konzentriert und mit sauberen Schlägen. Sein Gegner brachte jedoch praktisch jeden Ball zurück und spielte extrem konstant. Das Resultat verschweigen wir aus Rücksicht – sagen wir so: eine sehr lehrreiche erste Interclub-Erfahrung.
Zwischenstand
4:1 für TBA Aesch – Mission erster Teamsieg offiziell misslungen.
Die Doppel
Carsten / Antonio vs. Luis / Vu – 4:6 3:6
Noch einmal starkes Tennis mit spektakulären Ballwechseln. Aesch wollte unbedingt den fünften Punkt, doch Luis und Vu waren an diesem Tag zu stabil und holten verdient den Sieg.
Andreas & Matthias vs. Marc / Erwin – 6:2 6:0
Erwin durfte endlich auch ins Geschehen eingreifen und spielte gemeinsam mit Marc ein Veteranen-Doppel. Früh gelang sogar ein Break, doch die Jörger-Brüder waren schlicht zu stark und konstant. Am Ende eine klare Angelegenheit – zweite Gratis-Tennislektion des Tages.
Fazit
Endstand TBA Aesch – TCO 5:2 – Verdient, aber eigentlich nebensächlich.
Der wahre Interclub beginnt. Nach dem letzten Ballwechsel begann unsere Paradedisziplin: Geselligkeit. Es wurde angestossen, gefachsimpelt, gelacht und noch mehr gelacht.
Nach einem feinen Apéro verwöhnte uns die Küche mit:
- Salat
- Saltimbocca mit Risotto
- Erdbeerglace mit frischen Erdbeeren
- Wein, Bier und Mineral
Alles grosszügig offeriert – ein riesiges Dankeschön dafür.
Eskalationsstufe Aesch – Nach dem Essen stiessen auch die Spieler der NLB-55+-Mannschaft dazu. Ab diesem Moment war klar: Die Aescher können nicht nur Tennis spielen, sondern auch feiern. Schnupfsprüche flogen durch die Gegend, Spieler lagen sich in den Armen, und spätestens beim gemeinsamen:„SCHÖÖÖÖLÖLÖLÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖ!!!“ waren sämtliche Teamgrenzen aufgehoben.
Besonderer dank
- Was für ein Tag – Was für Gastgeber – Was für eine Anlage – Was für eine Stimmung!
- Sportlich stark.Menschlich noch stärker. Oder wie man im Baselland sagen würde: Alles gäili Sieche!
- Vielen Dank für die unglaubliche Gastfreundschaft, den tollen Interclub-Tag und die vielen gemeinsamen Lacher.
4. Spieltag: TC Oensingen - TC Sissach 2:5
Samstag, 06.06.2026
Der letzte Heimauftritt der Saison stand bevor. Und natürlich wieder mit der gleichen Mission: Erster Teamsieg – heute muss es doch klappen! Nein, müssen muss man im Interclub gar nichts. Geniessen soll man ihn. Und genau das taten wir an unserem letzten Heimspiel der Saison gegen den TC Sissach auf unserer heimeligen Anlage in Oensingen.
Trotz Überschwemmungen auf Platz 1 und 2 am Vortag präsentierten sich die Plätze dank unseres Platzwarts Erwin einmal mehr in tadellosem Zustand. Sonnenschein, angenehme Temperaturen und perfekte Sandplätze – bessere Voraussetzungen hätte man sich kaum wünschen können.
Heimspiel bedeutete allerdings keineswegs Ausschlafen. Bereits um 08:00 Uhr traf sich das Team im Clubhaus, um Sandwiches zu streichen, Getränke aufzufüllen, Bier zu kühlen und Früchte bereitzustellen. Kurz gesagt: Alles vorbereiten, was der Gegner braucht, um uns anschliessend zu schlagen. 😄
Kurz nach halb neun trafen unsere Gäste aus Sissach ein. Nach einer gemütlichen Vorstellungsrunde, Kaffee, Orangensaft und Sandwiches konnte es losgehen. Oder anders gesagt: Der Tennisgott durfte entscheiden. Unser Topgesetzter Vu verzichtete bewusst auf einen frühen Einsatz – schliesslich musste jemand später das Abendessen retten.
Die Einzel
Erwin (R9) vs. Andreas (R9) – 4:6 6:2 3:6
Erwin startete gewohnt ruhig und souverän. Andreas bestritt zwar sein erstes Interclub-Match überhaupt, liess sich davon aber überhaupt nichts anmerken. Erwin schickte ihn zwar unermüdlich über den Platz, doch Andreas brachte gefühlt jeden Ball zurück. Der erste Satz ging knapp an den jungen Prinzen aus Sissach. Doch Erwin wäre nicht Erwin, wenn er nicht zurückkäme. Mit viel Übersicht und seiner ganzen Routine holte er sich Satz zwei souverän.
Im Entscheidungssatz fehlten unserem Youngtimer dann trotz Ölwechsel und neuer Bereifung am Ende ein paar PS. Trotzdem eine starke Leistung.
Marc (R8) vs. Martin (R7) – 0:6 7:5 6:3
Wer Marc kennt, weiss: Lässt man ihn beginnen, schenkt er seinem Gegner das erste Game gerne gratis. Diesmal dachte er sich offenbar: „Irgendwann muss diese Serie doch enden.“ Spoiler: Sie endete nicht. Break. 0:1. Martin servierte stark und Marc sammelte zunächst Doppelfehler und Eigenfehler wie andere Briefmarken. Nach nicht einmal 45 Minuten inklusive Einspielen stand es 0:6.
Viele rechneten bereits mit einer Brille. Marc vermutlich auch. Doch plötzlich drehte sich das Match komplett. Die ersten Aufschläge fanden wieder den Weg ins Feld, die Fehler wurden weniger und Marc kämpfte sich eindrucksvoll zurück. Nach einem starken zweiten Satz spielte er auch den Entscheidungssatz souverän nach Hause.
Der erste Interclub-Einzelsieg von D-Marc – grosses Kino!
Vu (R7) vs. Christoph (R7) – 6:0 6:1
Beim Blick auf die Klassierungen befürchteten viele bereits den nächsten Vier-Stunden-Marathon. Zum Glück kam es anders. Vu spielte druckvoll, souverän und nahezu fehlerfrei. Christoph kämpfte zwar mit allem, was er hatte, fand gegen einen überragenden Vu aber kaum ein Mittel.
Das Resultat wirkt deutlich, spiegelt den Verlauf der Ballwechsel aber nur teilweise wider. Nach getaner Arbeit durfte Vu dann wieder seiner eigentlichen Hauptaufgabe nachgehen – der Küche.
Luis (R7) vs. Thomas (R7) – 2:6 0:6
Wenn Luis seine Returns trifft, braucht es vermutlich einen Radar, um deren Geschwindigkeit zu messen. Leider traf er sie an diesem Tag etwas zu selten. Zu viele unerzwungene Fehler schlichen sich ein, während Thomas sehr abgeklärt und konstant spielte. Luis fand nie richtig in seinen Rhythmus und musste seinem Gegner schliesslich zum verdienten Sieg gratulieren.
Trotzdem: Danke für deinen Einsatz, Speedy.
Dinh (R9) vs. Marco (R9) – 0:6 0:6
Die Nummer-5-Partie versprach eigentlich Spannung. Dinh traf auf Marco, der zwar sein erstes Interclub spielte, dafür aber seit Jahren erfolgreich Padel spielt. Und genau das war spürbar. Dinh fehlte nach den Ferien etwas Matchpraxis, während Marco erstaunlich abgeklärt agierte und praktisch jeden guten Ball wieder zurückbrachte.
Selbst Vu gingen irgendwann die Ratschläge aus – und das will etwas heissen. Dinh kämpfte tapfer, hatte an diesem Tag aber schlicht einen sehr starken Gegner erwischt.
Zwischenstand
2:3 – Der erste Teamsieg war weiterhin möglich.
Die Doppel
Mänfu / Luis vs. Christoph / Reto – 6:7 5:7
Nach seinem Einzel schwor Luis zwar noch: „Ich spiele nie mehr Tennis.“ Zum Glück hielt dieser Vorsatz ungefähr zwanzig Minuten. Zusammen mit Mänfu harmonierte er überraschend gut. Obwohl die beiden zuvor noch nie gemeinsam Doppel gespielt hatten, funktionierte das Zusammenspiel ausgezeichnet.
Der erste Satz ging denkbar knapp im Tiebreak verloren, auch im zweiten Satz fehlten am Ende nur wenige Punkte. Eine starke Leistung beider Teams.
Dinh / Marc vs. Thomas / Marco – 0:6 2:6
Die Ngo-Brüder bestritten ihr erstes gemeinsames Interclub-Doppel. Leider waren die Erinnerungen an die Einzel noch nicht ganz verarbeitet. Die Gäste aus Sissach harmonierten hervorragend und spielten äusserst konstant. Nach dem klar verlorenen ersten Satz kämpften sich Dinh und Marc nochmals zurück und konnten sich im zweiten Satz wenigstens mit zwei Games belohnen.
Mit dieser Niederlage war die Mission Teamsieg endgültig beendet.
Fazit
Endstand: TCO IC45+ – TC Sissach 2:5
Sportlich war es erneut nicht ganz das Resultat, das wir uns erhofft hatten. Menschlich war es dagegen einmal mehr ein voller Erfolg. Nach dem letzten Ballwechsel begann unsere eigentliche Paradedisziplin – Apéro. Apéro.
Während Vu bereits wieder in der Küche zauberte, wurden am Tisch die ersten Biere geöffnet, über Tennis philosophiert, über Vietnam diskutiert, geschnupft und vor allem viel gelacht. Dann folgte das kulinarische Highlight des Tages: Vus legendäre Spareribs. Dazu gab es Reis mit Nuoc Mam, Irenes Kartoffelsalat, Mänfus Speckzopf, verschiedene Salate sowie ein feines Schoggimousse von Erwin. Natürlich durfte auch Wein, Bier und alles, was sonst noch dazugehört, nicht fehlen.
Ein riesiges Dankeschön an alle, die zu diesem gelungenen Saisonabschluss beigetragen haben – insbesondere an Vu, dessen Spareribs vermutlich länger vorbereitet wurden als manche von uns ihre Matches.
Besonderer Dank
- an den TC Sissach für den fairen, freundschaftlichen und gelungenen Saisonabschluss
- an Irene für die grossartige Unterstützung – was wäre Erwin ohne dich?
- an Helene für den legendären Speckzopf
- an Vu für die wohl besten Spareribs der gesamten Interclub-Saison
- an CapiThanh, der verletzungsbedingt zwar nicht spielen konnte, das Team aber während der gesamten Saison tatkräftig unterstützte
- und natürlich an alle Spieler des TCO für ihren Einsatz, ihren Teamgeist und die fantastische Stimmung
Mit diesem Spiel endet die Interclub-Saison 2026.
Jetzt freuen wir uns auf die Clubmeisterschaften, das Thaler Doppel und viele weitere gemeinsame Stunden auf und neben dem Tennisplatz.
Volle Dynamik: Manfred & Luis beim Doppel:

Perfekt – Der asiatische Federer beim Service!

Volle Konzentration!

